Schwierige Fachbegriffe lernen mit Vokalen

Zum Studium gehört es, die Fachsprache des eigenen Feldes – in unserem Fall der Psychologie – zu lernen. Bei manchen Wörtern wird es dir vielleicht schwer fallen, sie dir einzuprägen oder nur schon auszusprechen. Mit einem einfachen Trick gelingt dir die korrekte Aussprache sehr schnell.

Fachbegriffe des Studienfeldes

Assoziation und Reziprozität sollten Fachbegriffe sein, die einem Psychologiestudierenden über die Lippen kommen wie anderen Leuten Baum und Hund. Manchmal bereitet das Lernen dieser Fachbegriffe jedoch Mühe, insbesondere, wenn man das Wort nicht mal richtig aussprechen kann.

Beispiel: Mnemonic is a B…

Ich hatte das wieder erlebt, als ich das Wort Mnemonik lernen sollte. Ich kenne das Wort schon lange, hatte in der Vergangenheit aber meist Wörter wie Gedächnisstrategien verwendet. Nun wollte ich endlich den Fachbegriff sauber und selbstbewusst aussprechen können. Bisher war ich immer über diese M-n-Kombination gestolpert und hatte den Eindruck, einen Knoten in den Lippen zu bekommen.

Wiederholen funktioniert nicht

Um die Aussprache von Mnemonik zu üben, tat ich natürlich das Naheliegende: Ich wiederholte das Wort immer und immer wieder laut. Leider tönt es bei diesem Vorgehen schon nach dem dritten Mal irgendwie komisch. Das passiert auch bei ganz normalen Wörtern, probier es aus und sag mal laut zehnmal Hund. Komisches Wort, nicht?

Der Trick mit den Vokalen

Im Internet fand ich den ultimativen Trick, mit dem ich heute Mnemonik mit fast der gleichen Leichtigkeit wie Hund ausspreche.

Statt das Wort einfach zu wiederholen, ersetzt man alle Vokale durch ein einzelnes Vokal oder Umlaut und spricht sie der Reihe nach durch. Das sieht dann konkret so aus:

  • Mnamanak
  • Mnemenek
  • Mniminik
  • Mnomonok
  • Mnumunuk
  • Mnämänäk
  • Mnömönök
  • Mnümünük

Wörter lernen ist wie Fahrradfahren lernen. Die Zunge muss in einer bestimmten Art bewegt werden, die Lippen, vermutlich auch die Stimmbänder. Mit dieser Technik lernt man den Bewegungsablauf des Wortes, ohne es mit der Zeit seltsam zu finden. Manchmal muss man die beschriebene Übung allerdings mehrere Male durchführen, bis man das neue Wort korrekt aussprechen kann.

Dieser tolle Trick fand ich in einem Youtube-Clip mit Michael Rossié, der auch für Vorträge viele einfache und effektive Tipps hat.

Wenn das Wort weiterhin schwierig auszusprechen ist: Langsamere Aussprache

Möglicherweise bleibt es aber schwierig, ein Wort auszusprechen. Wenn ich versuche, Mnemonik im normalen Sprechtempo zu sagen, verhasple ich mich oft. Eines Tages las ich die Geschichte von einem Pianisten, der berühmt für sein schnelles Spiel war. Mit den Jahren wurden seine Finger trotz des täglichen Trainings etwas steifer. Da begann er einen einfachen Trick anzuwenden: Vor sehr schnellen Passagen reduzierte er die Geschwindigkeit seines Spiels. So wirkten die „schnellen“ Passagen tatsächlich schneller, weil er sie dann wieder im normalen Tempo spielen konnte.

Ich habe dieses Vorgehen umgedreht und spreche halt schwierige Wörter wie Mnemonik, Regisseur (aus Herrn Rossiés Beispiel) etwas langsamer aus. Wenn ich sie gleich schnell zu sagen versuche, stolpere ich meist über meine eigene Zunge und muss das Wort wiederholen, was ich weniger gut finde wie die Verlangsamung.

Viel Spass mit dem Lernen der Fachbegriffe und nicht vergessen: Psychologie studieren macht Spass!


PS: Ein grosses Dankeschön an die Leserin, die mich darauf aufmerksam machte, dass nur ä, ö und ü Umlaute sind. Ich meinte natürlich die Selbstlaute, also die Vokale. Ich habe offensichtlich meine guten Deutschnoten mit Aufsätzen verdient, und nicht mit der korrekten Anwendung der Grammatik-Fachbegriffe. 😀
Im Titel lasse ich vorläufig den Fehler, da ich diesen Beitrag mit dieser URL an diversen Stellen verlinkt habe.


Mit welchem Trick übst du schwierige Wörter? Hast du Anregungen für weitere Artikel? Hast du Fragen? Schreib einfach in das Kommentarfeld.

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