Powertagträume: Zielvisualisierung

Fragst du dich beim Lernen manchmal, weshalb du dich gerade durch diese vielen Seiten Stoff quälst? Oder hast  du das Gefühl, dir fehle jede Motivation? In diesen Momenten kann dir eine Zielvisualisierung helfen, vor Augen zu (be)halten, warum du das alles machst, was wiederum deine Motivation steigert. Dass die Zielvisualisierung den eigenen Antrieb verstärkt, wurde auch wissenschaftlich gezeigt. Es fällt leichter, Zeit und Energie zu investieren, wenn man den Grund dafür kennt. Und wer sich in die Erfolgssituation hineinversetzen kann, der kommt in eine bessere Stimmung, wodurch das Lernen gleich leichter fällt.

Welche Ziele soll man visualisieren?

Du kannst ein längerfristiges Ziel wählen. Während du über den Büchern mit Grundlagenwissen zum Psychologiestudium sitzt, stellst du dir eine Szene aus deinem Traumjob als Psychotherapeutin.  Oft ist es jedoch einfacher, ein kurzfristiges Ziel zu wählen. Zum Beispiel der Moment, als du das positive Resultat der Grundlagenprüfung  im Internet siehst. Natürlich kannst du auch Vorteile wählen, welche sich aus der Erreichung des kurzfristigen Zieles ergeben. Vielleicht freust du dich darauf, mit deinen neuen Freunden weiterstudieren zu können. Alles, was dich irgendwie motiviert, sollte einen Platz bekommen.

Möglichkeiten zur Zielvisualisierung

Je nach Typ gibt es verschiedene Möglichkeiten, seine Ziele zu visualisieren.

Tagtraum

Bei der Zielvisualisierung mittels Tagtraum stellt man sich das Ziel oder allenfalls den Weg zum Ziel lebhaft und mit allen Sinnen vor. Du siehst die weissen Wände deines Praxisraums, den du als Psychotherapeutin benutzt. Betrachtest die Kunstwerke, die du aufgestellt hast. Riechst die Blumen auf dem Schreibtisch. Hörst das Knarzen des bequemen Sessels, in dem du sitzt. 

Vision Board

Bastelfans greifen zu Karton, Leim und Schere. Beispielsweise kannst du dir ein schickes Brett gestalten und daran Klammern festmachen, in die du Fotos, Zeichnungen oder andere Dinge steckst, die du mit dem Ziel verbindest. Ausdrucke von Kunstwerken, die später im Praxisraum hängen sollen. Bildern von Menschen, die du therapieren möchtest. Monopolygeld. Ein Magnet mit dem Kopf von Sigmund Freud.

Motivationsposter

Die digitale Variante für Photoshopkünstler und Leute, die gerne am PC basteln. Für das Motivationsposter suchst du dir Bilder oder Texte im Internet zusammen und verwandelst sie in ein grosses Bild oder eine Collage. Du kannst das Bild anschliessend als Desktophintergrund benutzen, damit er dich vom Prokrastinieren abhält oder auch ausdrucken und aufhängen.

Wie wirkt Zielvisualisierung?

Egal ob du nur im Kopf in deinem Ziel schwelgst oder dir digital oder real eine visuelle Hilfe erstellst, alle Methoden funktionieren gleich. Sie sollen dich in eine gute Stimmung versetzen, denn gut gelaunt lernt es sich leichter. Ausserdem lenken die visuellen Hilfsmittel deine Aufmerksamkeit auf den Grund für deinen Aufwand. Der Vergleich zwischen der aktuell unangenehmen Situation und dem gewünschten, angenehmen Endzustand stärkt das Durchhaltevermögen.

Artikel

Burke, A., Shanahan, C., & Herlambang, E. (2014). An Exploratory Study Comparing Goal-Oriented Mental Imagery with Daily To-Do Lists: Supporting College Student Success. Current Psychology, 33(1), 20–34. http://doi.org/10.1007/s12144-013-9193-2


Dieser Beitrag wurde von Nic und Sina geschrieben.

Trackback von deiner Website.

Kommentieren