Lernen: Mindmaps

Mindmaps helfen, umfangreichen Stoff zu visualisieren und zu gliedern. Ich halte sie für die meistunterschätzte Lernhilfe und möchte mit diesem Beitrag für ihren Einsatz werben.

Die meisten Studierenden werden in ihrer Schulkarriere mal von Mindmaps gehört haben. Ich selbst habe sie nie aktiv eingesetzt, bis ich zu Beginn meines Assessmentwiederholungsjahrs einen Lernstrategienkurs besuchte. Es verging noch ein weiteres halbes Jahr, bis ich sie einzusetzen begann und zu schätzen lernte.

Was ist ein Mindmap und welche Arten gibt es

Ein Mindmap ist eine visuelle Karte eines Themengebietes. Man kann es auch als eine nicht-lineare Darstellung eines Inhaltsverzeichnisses verstehen. Das übergeordnete Hauptthema steht dabei in der Mitte des Blattes, die Unterthemen gehen daraus als Äste hervor. An jedes Stichwort können weitere Wörter gehängt werden, wodurch thematische Cluster entstehen. Auch die Verbindungen von Wörtern verschiedener Cluster können eingezeichnet werden.

Man kann Mindmaps auf beliebig grosses Papier schreiben und von sehr grob bis sehr ausführlich aufschreiben. Empfohlen wird oft auch die Verwendung von Farben oder gar Bildern.

Variante mit einfachen Ästen und Farbe:

wikipedia-mindmap
Bildquelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pinwand-Mindmap.jpg

Ich mache meine meist etwas simpler einfarbig und bevorzuge es, um jedes Wort eine Blase zu zeichnen. Aus irgendeinem Grund macht mir das Spass, und wenn man von einem nicht genug haben kann beim Lernen, dann von Spass.

mindmap

Mindmaps als Themenübersicht

Für die Psychologieprüfungen arbeitete ich in der Regel mit Zusammenfassungen. Mindmaps setzte ich vor allem ergänzend ein, wenn…

  • Der Stoff sehr komplex war
  • Die Professorin/der Professor gerne Fragen stellt, für die man den Überblick über mehrere Folien haben musste.

Mindmaps als Hilfe zur Vortragsvorbereitung

Die Psychologievorträge orientieren sich meist an den zugrundeliegenden Artikeln. Für anspruchsvollere Vorträge lohnt es sich, alle Ideen in einem Mindmap zusammen zu tragen. Für die Vorbereitung von mehrstündigen Vorträgen waren mir Mindmaps eine grosse Hilfe. Sie ermöglichten es mir, die komplexen Themen zu organisieren und keine der vielen Informationen zu vergessen, die ich in die Seminartage packen wollte.

Warum Mindmaps helfen

Mir ist keine Forschung zu Mindmaps bekannt, trotzdem lässt sich ableiten, weshalb Mindmaps das Lernen unterstützen. Sie sind eine gute Möglichkeit, Stoff auf verschiedenen Wegen zu lernen. Die Wörter müssen gelesen und geschrieben werden. Hinzu kommt das visuelle Bild des Mindmaps, welches sich richtiggehend ins Gehirn einbrennen kann. Ich konnte während der Prüfungen die Stichworte auf meinem Mindmap-Blatt „sehen“.

Um diese Visualisierung noch zu unterstützen, wird oft das Benutzen von Farben oder sogar Bildern empfohlen.

Fazit: Mindmaps sind eine sinnvolle Ergänzung zum Lernen mit Zusammenfassungen.


 

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